Ausbildung und relevante Weiterbildungen gehören in den Lebenslauf. Beginne mit dem aktuellsten beziehungsweise wichtigsten Abschluss und verwende die offizielle Abschlussbezeichnung – nicht eine selbst erfundene Übersetzung oder Aufwertung.
arbeit.swiss nennt besuchte Schulen, Ausbildungen und Weiterbildungen als reguläre Bestandteile eines Schweizer Lebenslaufs. Wie ausführlich dieser Bereich sein soll, hängt stark von Berufserfahrung und Karrierephase ab.
Was gehört zu einem Abschluss?
- offizielle Abschlussbezeichnung
- Fachrichtung
- Bildungsinstitution
- Ort, wenn hilfreich
- Zeitraum oder Abschlussjahr
Dipl. Betriebswirtschafter HF
Höhere Fachschule Muster, Zürich
Welche Ausbildung steht zuerst?
In einem modernen CV steht normalerweise der aktuellste beziehungsweise höchste relevante Abschluss zuerst. Danach folgen frühere Abschlüsse.
Mit längerer Berufserfahrung darf die Schulbildung kompakter werden. Primar- und Sekundarschule müssen nach vielen Jahren Berufspraxis normalerweise nicht mehr aufgeführt werden.
Je stärker deine Berufserfahrung wird, desto weniger Platz braucht die frühe Schulbildung. Der CV soll deine heutige Qualifikation zeigen.
Weiterbildungen und Zertifikate
Nicht jeder Kurs gehört in den Lebenslauf. Besonders sinnvoll sind Weiterbildungen, die aktuell sind, eine relevante Qualifikation belegen oder eine berufliche Entwicklung erklären.
Bei vielen Kursen hilft eine Auswahl. Ein eigener Abschnitt «Weiterbildungen & Zertifikate» verhindert, dass wichtige Abschlüsse zwischen Kleinstkursen verschwinden.
2025 · Scrum Product Owner Certification
2024 · Google Analytics Certification
Laufende Ausbildung
Eine noch nicht abgeschlossene Weiterbildung darf genannt werden. Wichtig ist, den Status klar zu kennzeichnen.
MAS Data Science, Hochschule Muster
voraussichtlicher Abschluss: 2027
So entsteht nicht der Eindruck, der Abschluss sei bereits erworben.
Nicht abgeschlossene Ausbildung
Auch eine nicht abgeschlossene Ausbildung kann relevant sein, insbesondere wenn der Zeitraum sonst eine grössere Lücke erzeugen würde oder die erworbenen Kenntnisse für die Stelle wichtig sind.
Die Darstellung sollte sachlich sein und keinen Abschluss vortäuschen.
ohne Abschluss
Neue Titelzusätze ab 1. Oktober 2026
Für die höhere Berufsbildung gibt es eine wichtige kommende Änderung: Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) bestätigt, dass ab 1. Oktober 2026 die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» verwendet werden dürfen.
Für eidgenössische Berufsprüfungen mit Fachausweis sowie Diplome HF gilt künftig «Professional Bachelor». Für höhere Fachprüfungen mit eidgenössischem Diplom gilt «Professional Master».
Das gilt laut SBFI auch für Personen, die ihren entsprechenden Abschluss schon früher erworben haben. Ab dem Inkrafttreten dürfen sie den Titelzusatz zusammen mit dem geschützten Titel verwenden.
Produktionsleiterin Schreinerei mit eidg. Fachausweis, Professional Bachelor
Ausländische Abschlüsse
Bei ausländischen Abschlüssen sollte die Originalbezeichnung erhalten bleiben. Eine erklärende deutsche oder englische Ergänzung kann sinnvoll sein, darf aber keinen Schweizer geschützten Titel vortäuschen.
Wenn für einen Beruf eine formelle Anerkennung notwendig ist, sollte der Anerkennungsstatus separat und korrekt angegeben werden.
Ausbildung passend zum Profil darstellen
SwissCVPilot trennt Grundausbildung, Weiterbildung und Zertifikate, damit wichtige Abschlüsse sichtbar bleiben.
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