Eine Lücke im Lebenslauf ist kein Grund, einen Zeitraum zu verstecken oder umzuschreiben. Benenne längere Unterbrüche klar und neutral. Entscheidend ist, dass der Werdegang nachvollziehbar bleibt.
Berufliche Wege verlaufen nicht immer ohne Unterbruch. Arbeitssuche, Weiterbildung, Reisen, Betreuung von Angehörigen, Elternzeit, Neuorientierung oder andere Phasen können zwischen zwei Stellen liegen.
jobs.ch empfiehlt ausdrücklich, Lücken nicht zu verschweigen, sondern im Lebenslauf zu benennen. Auch die aktuelle arbeit.swiss-Broschüre verlangt einen lückenlosen und wahrheitsgetreuen Werdegang.
Was ist überhaupt eine Lücke?
Einige Wochen zwischen zwei Stellen müssen normalerweise nicht erklärt werden. Relevant wird ein Unterbruch dann, wenn beim Lesen des CV eine erkennbare längere Zeitspanne offen bleibt.
Es gibt keine gesetzliche Monatsgrenze, ab der automatisch eine «Lücke» entsteht. Deshalb sollte SwissCVPilot hier keine künstliche 2-, 3- oder 6-Monats-Regel behaupten.
Wie benenne ich einen Unterbruch?
Neutral und sachlich reicht meistens völlig aus.
Stellensuche und berufliche Neuorientierung
08.2024 – 12.2024
Sprachaufenthalt in Kanada
01.2023 – 06.2023
Berufliche Weiterbildung
Ein Lebenslauf ist keine Rechtfertigungsschrift. Du musst nicht jedes private Detail erklären.
Arbeitslosigkeit oder Stellensuche
Arbeitslosigkeit kann direkt und neutral benannt werden. Begriffe wie «aktive Stellensuche», «Stellensuche» oder «berufliche Neuorientierung» sind sinnvoll, wenn sie den Zeitraum korrekt beschreiben.
Falls du in dieser Phase Weiterbildungen, Projekte oder arbeitsmarktliche Massnahmen gemacht hast, können diese zusätzlich genannt werden, wenn sie für das Profil relevant sind.
Du musst Arbeitslosigkeit nicht mit einem erfundenen Projekt überdecken. Ein klar erklärter Zeitraum ist glaubwürdiger als eine künstlich gefüllte Station.
Private Gründe
Bei familiären oder persönlichen Unterbrüchen reicht eine neutrale Beschreibung. Details, die du nicht veröffentlichen möchtest, gehören nicht in den CV.
Betreuungsphase
Persönliche Auszeit
Welche Bezeichnung passt, hängt davon ab, was tatsächlich zutrifft und was du freiwillig sagen möchtest.
Reisen und Auszeiten
Ein Sabbatical oder eine längere Reise kann einfach als solche bezeichnet werden. Wenn dabei ein relevanter Sprachaufenthalt, Freiwilligenarbeit oder ein konkretes Projekt entstanden ist, darf das erwähnt werden.
Eine Weltreise muss aber nicht nachträglich zu einem «International Leadership Development Program» umgetauft werden.
Im Vorstellungsgespräch
Bei einer längeren Unterbrechung kann eine Rückfrage kommen. Eine kurze, ruhige Erklärung genügt meistens.
Wichtiger als eine perfekte Rechtfertigung ist, dass du den Zeitraum erklären kannst und klar ist, warum du jetzt die neue Stelle suchst.
Unterstützung bei längerer Stellensuche
Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann sich beim RAV anmelden. arbeit.swiss beschreibt die Beratung ausdrücklich als Unterstützung bei beruflicher Situationsanalyse, Stellensuchstrategie und Wiedereingliederung.
Werdegang nachvollziehbar halten
SwissCVPilot lässt Zeiträume klar darstellen, ohne dass Unterbrüche künstlich versteckt werden müssen.
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