Eine Spontanbewerbung richtet sich an ein Unternehmen, obwohl gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Sie funktioniert am besten, wenn du konkret sagst, welche Art von Aufgabe du suchst und weshalb dein Profil für genau dieses Unternehmen interessant sein könnte.
arbeit.swiss empfiehlt ausdrücklich, Spontanbewerbungen als Ergänzung zur normalen Stellensuche zu nutzen. Sie zeigen Eigeninitiative und können Zugang zu Möglichkeiten schaffen, die noch nicht öffentlich ausgeschrieben sind.
Wann lohnt sich eine Spontanbewerbung?
Besonders sinnvoll ist sie, wenn du ein Unternehmen gezielt interessant findest und dein Profil grundsätzlich zu dessen Geschäft, Team oder zukünftigen Bedarf passt.
Weniger sinnvoll ist ein identischer Standardtext an fünfzig zufällige Firmen.
Vorher kurz recherchieren
Bevor du schreibst, solltest du wenigstens wissen:
- Was macht das Unternehmen?
- Welche Bereiche könnten zu deinem Profil passen?
- Gibt es bereits ähnliche Funktionen?
- Wer könnte die richtige Kontaktperson sein?
- Gibt es auf der Karriereseite Hinweise für Initiativbewerbungen?
Eine gute Spontanbewerbung beginnt nicht mit «Hiermit bewerbe ich mich spontan», sondern mit einem konkreten Grund, warum du gerade dieses Unternehmen kontaktierst.
Was ins Schreiben gehört
Da kein Inserat existiert, musst du stärker selbst erklären, welche Funktion oder Problemstellung du suchst.
Ich suche eine Rolle im Bereich Digital Analytics und Marketing Technology, in der ich technische Implementierung mit datenbasierter Kampagnensteuerung verbinden kann. Ihr Ausbau des E-Commerce-Bereichs und die offene Positionierung rund um First-Party-Daten machen Ihr Unternehmen für mich besonders interessant.
Danach folgen zwei oder drei relevante Erfahrungen und ein klarer Hinweis, ab wann beziehungsweise in welchem Umfang du verfügbar bist.
CV trotzdem anpassen
Auch bei einer Spontanbewerbung sollte der Lebenslauf zum Zielunternehmen passen. Wenn du mehrere mögliche Schwerpunkte hast, setze denjenigen nach vorne, der für dieses Unternehmen am plausibelsten ist.
Kontaktperson finden
Wenn eine geeignete Kontaktperson klar auffindbar ist, ist eine persönliche Ansprache besser als eine ungerichtete Nachricht. Wenn nicht, sollte aber keine Person geraten oder über Umwege privat kontaktiert werden.
Nachfassen
Bei einer Spontanbewerbung kann eine freundliche Nachfrage sinnvoll sein, wenn nach angemessener Zeit keine Reaktion kommt. Bleibt die Antwort negativ, kann das Unternehmen trotzdem für später interessant bleiben.
arbeit.swiss empfiehlt generell, verschiedene Suchstrategien zu kombinieren: Stellenportale, Firmenwebseiten, Netzwerk und Spontanbewerbungen.
Talent Pool statt offene Stelle
Manche Unternehmen nehmen Initiativprofile nur über einen Talent Pool oder eine allgemeine Karriereseite entgegen. Wenn es einen solchen Prozess gibt, solltest du ihn nutzen statt eine parallele E-Mail an verschiedene Personen zu senden.
CV für eine Spontanbewerbung ausrichten
Mit mehreren CV-Versionen kannst du unterschiedliche berufliche Schwerpunkte sauber darstellen, ohne deinen Werdegang zu verändern.
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